SEO Blogparade

22. Februar 2014 | von | 11 Kommentare

Julian Dziki hat auf seinem Blog auf Seokratie.de zu einer SEO-Blogparade aufgerufen, und da ich schon länger nicht mehr etwas gepostet habe ist das ein willkommener Grund einen neuen Beitrag zu erstellen.

Hier also meine Antwort auf die 9 Fragen der SEO-Blogparade:

Wie bist Du zu SEO gekommen?

Ich habe für mein Reiseveranstaltungsunternehmen in den Jahren bis 2004 sehr viel Geld für Adwords-Werbung ausgegeben bzw. ausgeben müssen. Da war es natürlich naheliegend zu schauen, wie wir organisch besser gerankt werden können.

Das Abakus–Forum hat schon damals ziemlich viele tolle Tipps gegeben, so dass wir unser Adwords Konto schnell einstampfen konnten.

Da SEO damals relativ schnell ziemlich gut funktioniert hat, hat mir das natürlich auch richtig Spaß gemacht. Und da Spaß bei der Arbeit wichtig ist, bin ich dann bei SEO hängen geblieben 😉

Welches war Dein erstes Webprojekt?

www.pfiff-reisen.de war meine erste Seite und erste große Spielwiese.

Was hat sich für Dich seit dem Beginn von SEO geändert?

Als ich angefangen habe waren „Keyword-Stuffing“, „Hidden Text“ und andere Black oder Grey Hat Maßnahmen ganz gängig und haben super funktioniert. Dazu natürlich exzessive Linktauschabkommen auf Basis von Pagerank, für den man damals am liebsten amerikanische Links kaufte.

Es gab mehrmals im Jahr den Google Dance – da musste ich im Sommer „ordentlich Gas geben“, damit meine Skiurlaubseite dann zum Winterbeginn im Google Dance vorne lag. Wenn die Seite dann im Frühjahr wieder abrauschte war das egal, denn die Umsätze waren gemacht. Im nächsten Sommer ging dann der massive Linktausch, Linkkauf wieder von Neuem los.
Nachhaltigkeit oder Usability waren da kein Thema.

Heute ist SEO eher Onlinemarketing und damit ein wichtiger Bestandteil des Marketingkonzepts eines Unternehmens. SEO ist nicht mehr eigenständig zu sehen sondern als ein wichtiger Bestandteil des gesamten Unternehmensmarketings.

Und persönlich natürlich die Entwicklung vom „Inhouse-SEO“ zum „Agenturchef“. Früher habe ich selber Texte geschrieben und Links aufgebaut – heute steht eher Kundenkommunikation und Mitarbeiterschulung und Mitarbeiterführung auf der Agenda.

Wie erklärst Du Unbeteiligten, die sich nicht im Internet auskennen, was Du genau machst?

Ich bringe Seiten bei Google nach vorne!

Welche Tools nutzt Du hauptsächlich?

Das wichtigste Tool ist der eigene Verstand! Es ist wichtig sich nicht blind auf Kurven oder Auswertungen der diversen Tools zu verlassen. Nur weil eine Seite zum Zeitpunkt eines Google Updates Rankingverluste zu verzeichnen hat, müssen diese nicht zwangsläufig auf das Update zurückzuführen sein.

Wie heißt es so schön: „Man kann auch Masern und Windpocken haben“.

Dann natürlich die Google Webmastertools und Google Analytics.

Und dann nutze ich sinnvolle und nützliche SEO-Tools wie Sistrix, Onpage.org, seodiver, ahrefs.com, webmeup.com…
Wie sieht Deine Arbeitswoche aus? Wie viel arbeitest Du?

Ich arbeite eigentlich jeden Tag, wobei Montag –Freitag immer lange Tage sind (> 10 h), ich Samstag und Sonntag aber meist nur halbe Tage im Büro bin.

Ich genieße seit gut einem Jahr den Luxus, dass es von zuhause bis ins Büro gerade einmal 5 Minuten sind. Das hat zur Folge, dass zuhause auch SEO technisch gar nichts mehr passiert – das Homeoffice ist leer geräumt und es wird keine Arbeit mit nach Hause genommen.

Was gefällt Dir an SEO am meisten?

Der „ewige Kampf“ mit Google. Es wird nie langweilig und es ändert sich stetig etwas.

Was magst Du nicht an SEO?

Linkabbauanfragen sowie die SEO Spammer, die in der Kaltakquise Kunden das Blaue vom Himmel lügen.

Wie sieht SEO in fünf Jahren aus?

Wenn ich das mal wüsste 😉

Die Entwicklung geht immer weiter, meist schneller und rasanter und fünf Jahre sind im SEO-Zyklus gleich mehrere Ewigkeiten.

Ich denke Google wird immer besser werden in der Erkennung von Spam aber auch im Verfolgen der Usersignale – das wird für viele Affiliate Seiten eng werden.

Dennoch glaube ich das SEO oder besser Onlinemarketing noch viel wichtiger werden wird als heute. Wahrscheinlich werden User in 5 Jahren viel mehr über Smartphones und andere neuartige Geräte kommunizieren, kaufen etc. – da gibt es dann weiterhin viel zu tun.

Es bleibt bestimmt spannend!
Und hier die Antworten der anderen Teilnehmer der Blogparade: